Coca-Cola will gesund werden

Coca-Cola arbeitet mit Fitness- und Ernährungsexperten zusammen, um das Image seiner süßen Limo etwas besser und insgesamt gesünder erscheinen zu lassen. Dazu ändert sich nicht etwa die Rezeptur, sondern offensichtlich soll die Schönheits-OP der Cola-Dose durch die Hintertür erfolgen. Der Grund für die Marketing-Aktion sollen die schwächelnden Verkaufszahlen des weltgrößten Getränkehersteller mit Hauptsitz im amerikanischen Atlanta sein.



Leichtes Snacken für zwischendurch

Bereits im Februar, in dem Amerika nicht nur den Valentinstag feiert, sondern in dem es in den Medien um alles zum Thema Herz geht, wurden bereits die ersten Werbekampagnen gesichtet, die immer mal wieder eine Cola-Dose hinzu empfehlen. So empfahlen gleich mehrere Blogger in ihren Beiträgen – auch in Zeitungen – eine Mini-Dose Coca Cola zum Snacken am Nachmittag; ganz normal, immer dabei und bedenkenlos erscheint die oft kritisierte koffeinhaltige braune Limonade.

Das machen doch alle

Ein Coca-Cola-Sprecher verglich diese Online-Beiträge mit den typischen „Product Placements“ in Fernsehshows, bei denen zum Beispiel das beworbene Produkt beim Frühstück der beliebten Fernsehfamilie unübersehbar auf dem Küchentisch platziert ist. Doch gleichzeitig räumte der Sprecher Ben Sheidler ein, dass die Firma mit einem „Netzwerk aus Ernährungsexperten“ zusammenarbeite, denn schließlich würde „jede große Marke mit Bloggern kooperieren oder verfüge über entsprechende bezahlte Kräfte“. Die Höhe des Budgets für die Verbesserungs-Aktion ließ er offen.

Helfen, die richtige Entscheidung zu treffen

Alleine ist Coca-Cola mit dieser Art des Marketings natürlich nicht – auch andere Unternehmen zitieren beispielsweise Ernährungsexperten auf ihren Produkten. Man wolle nur helfen, so bekannte Coca-Cola sich zur kritisierten Kampagne, damit Menschen die richtige Entscheidung für sich treffen könnten. Dabei, so das Statement, wolle Coca-Cola die neuesten Erkenntnisse aus Ernährung und Wissenschaft beisteuern.

Frühstückssnack in der Finanzbranche

Das wird auch Investorenlegende Warren Buffet freuen, dessen tägliche Kalorienaufnahme zu einem Viertel aus Coca-Cola besteht. Unterm Strich zählt er fünf Dosen täglich, die erste gibt es zum Frühstück. Allerdings dürften dem zuckerlastigen Drink aus den USA vermutlich noch härtere Zeiten bevor stehen, denn der Trend geht zur gesunden und bewussten Ernährung – mit möglichst wenig Zucker.



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