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Die Finanzkrise in Griechenland führt zu gesundheitlichen Problemen für Großstädter. In Folge der drastisch gestiegenen Heizölpreise heizen nun viele Griechen mit Holz. In Folge werden griechische Ballungszentren trotz der vergleichsweise milden Temperaturen des aktuellen Winters in Brennholz-Smog gehüllt. Die beißenden Gerüche der rauchverhangenen Städte lassen Anwohnern die Augen tränen und verschmutzen ihre Atemluft.



GriechenlandNachdem die griechische Regierung im Zuge der verordneten Sparmaßnahmen für das krisengeschüttelte Lande die Heizölsteuer an die Steuer für Dieselöl angeglichen hatte, sind die Preise für Heizöl im Vergleich zum Jahr 2011 um mehr als 50 Prozent gestiegen. 1,38 kostet in Griechenland aktuell ein Liter Heizöl – ein Preis, den viele Menschen nicht zahlen können. Um trotzdem heizen zu können, sind inzwischen auch viele Städter dazu übergegangen, in ihren Wohnungen Holzöfen und Kamine in Betrieb zu nehmen.

Was sich für so manchen zu Anfang als annehmbare Lösung darstellte, die kalte Jahreszeit bei erträglichen Temperaturen zu überstehen, hat nun Konsequenzen insbesondere für Kinder und bereits gesundheitlich angegriffene Personen. Die graubraunen Rauchschwaden, die insbesondere in den Straßen Athens Hälse kratzen und Augen tränen lässt, provozieren laut der städtischen Ärztekammer inzwischen bedrohliche Folgen für die Gesundheit der Einwohner.

So sind im Athener Norden Feinstaub-Werte oberhalb der festgesetzten Höchstgrenze von 50 Mikrogramm pro Kubikmeter fast schon an der Tagesordnung. Mehrfach wurden dort durch Messungen des Umweltministeriums bereits sogar Werte um 150 Mikrogramm Feinstaub pro Kubikmeter bestätigt. Beispielsweise werden in Peking teilweise Werte von mehr als 500 Mikrogramm pro Kubikmeter gemessen.

Dennoch, im europäischen Vergleich stellt Griechenland in der Statistik der Feinstaub-Messwerte derzeit die Spitze. Auch die wenigen Grünflächen der griechischen Ballungszentren leiden unter der aktuellen Situation. Illegale Rodungen und der Verkauf von Holz auf Schwarzmärkten führen zu einer fortschreitenden Verödung der ohnehin erholungsgebietsarmen griechischen Großstädte.

Bild © moonrun – Fotolia.com




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