Aluminium im Deo: Die Hersteller reagieren

In den letzten Monaten wurden die Verbraucher in Funk, Fernsehen und Presse immer wieder darauf aufmerksam gemacht, wie schädlich Aluminiumsalze in Deodorantien sind. Kaum ein Hersteller war zu finden, der bei der Zubereitung seiner Produkte auf Aluminiumsalze verzichtete. Die Presseberichte zeigten schnelle Wirkung.



Immer mehr Verbraucher standen kritisch vor den Deoangeboten in Supermärkten und Drogerien und schauten sich die Inhaltsangaben der bisher verwendeten Produkte einmal genauer an. Dies gestaltete sich manchmal etwas schwierig, da die Angabe der Inhaltsstoffe so klein gedruckt war, dass die Kunden fast eine Lupe mit zum Einkauf nehmen mussten. Auch dieser Umstand wurde von Verbraucherschützern in Pressemeldungen bemängelt.

Mittlerweile haben sich die Verhältnisse geändert. Immer mehr Hersteller haben auf den zunehmenden Druck aus der Bevölkerung reagiert und die Rezepturen ihrer Produkte abgeändert. Aluminiumsalze sind vom Gesetzgeber zwar immer noch nicht als Inhaltsstoff in Deodorantien verboten, aber sie werden kaum noch verwendet. Der Kaufboykott der Verbraucher hat zu einem schnellen Umdenken der Hersteller geführt. Immer mehr Kosmetikhersteller verzichten nun ganz auf die Verwendung von Aluminiumsalzen. Verbraucher haben es nun leichter, Kaufentscheidungen zu treffen. Sie brauchen nicht mehr die klein gedruckten Angaben auf den Verpackungen zu studieren, da die Hersteller große, gut leserliche Aufdrucke auf die Verpackungen gedruckt haben. Diese geben an, dass das Produkt frei von Aluminiumsalzen ist.

Stummer Protest führt zu Qualitätsverbesserungen

Am Ende hat der Kunde gesiegt. Innerhalb weniger Monate hat die Kosmetikindustrie reagiert und sich den Kundenwünschen gebeugt. Trotzdem ist weiterhin Vorsicht geboten. In den Regalen schlummern noch einige Restbestände. Da die Verwendung von Aluminiumsalzen gesetzlich nicht verboten wurde, werden diese Restbestände immer noch unter die Verkaufsware gemischt. Kunden sollten sich daher die Zusammensetzung von Angebotsposten in Supermärkten und Drogerien genau anschauen, bevor sie das vermeintliche Schnäppchen kaufen. Verdächtig sind Deoprodukte, die nicht mit einem Aufkleber oder Aufdruck versehen sind, auf dem unmissverständlich steht, dass keine Aluminiumsalze im Produkt enthalten sind.



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