Alltagsdroge Kaffee

Die Sucht vieler Büroangestellter nach Kaffee ist nahezu legendär. Regelmäßige Schlangen an der Kaffeemaschine sprechen ebenso Bände wie ständige Diskussionen um fehlenden Kaffeenachschub. Aber ist der kannenweise Kaffeekonsum eigentlich noch gesund?

Alltagsdroge KaffeeLebenselexier oder Suchtmittel?

Ob in Form von klassischem Filterkaffee oder als milchaufgeschäumte Kaffeespezialität aus dem KLIX Kaffeeautomaten – Kaffee gehört zum Büroalltag wie Aktenordner und Büroklammern. Der allmorgendliche Griff zur Kaffeetasse ist für die meisten Berufstätigen ein beliebtes Ritual, zum Start in den Tag richtig wach zu werden und auch während stundenlanger Meetings und Konferenzen hält der Muntermacher die Kollegen bei der Stange. Mit etwa 150 Litern Pro-Kopf-Verbrauch ist Kaffee nach wie vor Spitzenreiter unter den beliebtesten Getränken der Deutschen – das Heißgetränk liegt damit sogar weit vor Wasser und Bier.

In zahlreichen Studien wurde die positive Wirkung des im Kaffee enthaltenen Koffeins beweisen, demnach erhöht ein regelmäßiger Kaffeekonsum die Konzentrationsfähigkeit und hat mitunter sogar eine leicht antidepressive Wirkung. Und das ist genau das Richtige für den deutschen Büroalltag. Die Tasse Kaffee zwischendurch gibt den kreativen Kick und erhöht die Denk- und Leistungsfähigkeit. Nicht unterschätzen sollte man auch die soziale Bedeutung der kleinen Kaffeepausen. Der Weg in die Kaffeeküche gewährt den Mitarbeitern eine kleine Atempause und bekanntermaßen dient der Informationsaustausch vor der Kaffeemaschine der Zusammenarbeit im Team mehr als so manche teure Coaching-Maßnahme. Und was Chefs beruhigen dürfte: Die meisten Gespräche in der Kaffeeküche drehen sich tatsächlich um die Arbeit.

Was der Kaffee im Körper bewirkt

Das Koffein aus dem Kaffee hat eine anregende Wirkung auf den gesamten Kreislauf: Die Blutgefäße werden erweitert, der Herzschlag erhöht sich und die Organe werden besser durchblutet. Zudem wird die Atmung beschleunigt und die Bronchialgefäße erweitert. Kurz gesagt: Kaffee kurbelt den Stoffwechsel kräftig an. Der Bohnentrank hat ein erstaunliche Wirkung auf unsere grauen Zellen: Nach dem Kaffeegenuss wird die Gehirndurchblutung gesteigert und somit auch die Konzentrationsfähigkeit. Zeitgleich nehmen auch die Reaktionsgeschwindigkeit und die Aufnahmebereitschaft unseres Gehirns zu. Kaffee ist der Muntermacher Nummer eins, er ist ein echter Wundertrank, der uns kreativer, ausdauernder und sogar intelligenter macht.

Die schlechte Nachricht ist: Dieser Effekt lässt sich nicht beliebig erhöhen. Der Körper gewöhnt sich bei ausgeprägten Kaffeetrinkern immer mehr an das Koffein und der Kaffee verliert seine Wirkung als Muntermacher. Eine Koffeinabhängigkeit im Sinne einer Sucht gibt es allerdings nicht. Übrigens, die letale Wirkung auf den Menschen beginnt bei etwa 100 Tassen am Tag.

Wie ungesund ist Kaffee wirklich?

Eins vorweg: Die Annahme, dass Kaffee ungesund sei, lässt sich nach neueren Erkenntnissen widerlegen. Ganz im Gegenteil weisen aktuelle Studien sogar darauf hin, dass die Leidenschaft für das Heißgetränk gesund ist. Demnach soll moderater Kaffeekonsum das Risiko für Herz- und Kreislauferkrankungen senken. Auch die ewige Frage, ob Kaffee dem Körper Wasser entziehe oder nicht scheint mittlerweile geklärt. Die Antwort lautet: Nein. Das Koffein erhöht zwar kurzfristig die Filterfunktion der Nieren, das lässt aber rasch wieder nach.

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Ein Gedanke zu “Alltagsdroge Kaffee

  1. Dass Kaffee das Risiko an Risiko für Herz- und Kreislauferkrankungen zu erkranken bezweifle ich. Immerhin lässt Kaffee nach wie vor den Blutdruck steigen. Das wirkt sich zwar bei gesunden Menschen nicht negativ aus, aber bei älteren Menschen oder Schwangeren kann das bei starkem Kaffeekonsum durchaus gefährlich werden.

    Aber ich möchte die positiven Effekte des Kaffees auf den Körper nicht schlecht reden. Immerhin ist bewiesen, dass er das Risiko an Diabetes II zu erkranken senkt. Und besonders positiv wirkt er sich auf Leberkranke aus. Hier senkt er das Risiko an einer beschädigten Leber zu senken um 40%.

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