Aluminium im Deo: Die Hersteller reagieren

In den letzten Monaten wurden die Verbraucher in Funk, Fernsehen und Presse immer wieder darauf aufmerksam gemacht, wie schädlich Aluminiumsalze in Deodorantien sind. Kaum ein Hersteller war zu finden, der bei der Zubereitung seiner Produkte auf Aluminiumsalze verzichtete. Die Presseberichte zeigten schnelle Wirkung.

Immer mehr Verbraucher standen kritisch vor den Deoangeboten in Supermärkten und Drogerien und schauten sich die Inhaltsangaben der bisher verwendeten Produkte einmal genauer an. Dies gestaltete sich manchmal etwas schwierig, da die Angabe der Inhaltsstoffe so klein gedruckt war, dass die Kunden fast eine Lupe mit zum Einkauf nehmen mussten. Auch dieser Umstand wurde von Verbraucherschützern in Pressemeldungen bemängelt.

Mittlerweile haben sich die Verhältnisse geändert. Immer mehr Hersteller haben auf den zunehmenden Druck aus der Bevölkerung reagiert und die Rezepturen ihrer Produkte abgeändert. Aluminiumsalze sind vom Gesetzgeber zwar immer noch nicht als Inhaltsstoff in Deodorantien verboten, aber sie werden kaum noch verwendet. Der Kaufboykott der Verbraucher hat zu einem schnellen Umdenken der Hersteller geführt. Immer mehr Kosmetikhersteller verzichten nun ganz auf die Verwendung von Aluminiumsalzen. Verbraucher haben es nun leichter, Kaufentscheidungen zu treffen. Sie brauchen nicht mehr die klein gedruckten Angaben auf den Verpackungen zu studieren, da die Hersteller große, gut leserliche Aufdrucke auf die Verpackungen gedruckt haben. Diese geben an, dass das Produkt frei von Aluminiumsalzen ist.

Stummer Protest führt zu Qualitätsverbesserungen

Am Ende hat der Kunde gesiegt. Innerhalb weniger Monate hat die Kosmetikindustrie reagiert und sich den Kundenwünschen gebeugt. Trotzdem ist weiterhin Vorsicht geboten. In den Regalen schlummern noch einige Restbestände. Da die Verwendung von Aluminiumsalzen gesetzlich nicht verboten wurde, werden diese Restbestände immer noch unter die Verkaufsware gemischt. Kunden sollten sich daher die Zusammensetzung von Angebotsposten in Supermärkten und Drogerien genau anschauen, bevor sie das vermeintliche Schnäppchen kaufen. Verdächtig sind Deoprodukte, die nicht mit einem Aufkleber oder Aufdruck versehen sind, auf dem unmissverständlich steht, dass keine Aluminiumsalze im Produkt enthalten sind.

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Effektive Methoden gegen Heuschnupfen

Die Frühlingszeit bedeutet für Allergiker leider auch Heuschnupfenzeit. Um die typischen Beschwerden wie Schnupfen, brennende und juckende Augen und in manchen Fällen auch leichte Atemnot zu lindern, gibt es neben den klassischen Antihistaminika auch andere Methoden, um Heuschnupfen zu lindern. Der folgende Ratgeber zeigt auf, welche Methoden es gibt und worauf Allergiker grundsätzlich achten sollten.

Vorbeugende Maßnahmen: Allergietest
Bei Heuschnupfen sollte der erste Schritt natürlich der Gang zum Arzt sein. Dieser kann über einen Allergietest genau herausfinden, welche Allergien bestehen. Wer dann zum Beispiel weiß, dass er eine Allergie gegen Birkenpollen aufweist, der kann rechtzeitig vorsorgen, indem er einen Blick in den Pollenkalender wirft. In der Zeit, wo diese Pollen verstärkt auftreten, können dann vorbeugend Allergie-Tabletten eingenommen werden, die in der Regel vom Arzt verschrieben werden.

Bestimmte Nahrungsmittel meiden
Was die wenigsten Allergiker wissen ist, dass bestimmte Nahrungsmittel ebenfalls allergieauslösende Inhaltsstoffe beinhalten können. Das resultiert daraus, dass sich die Eiweißstoffe in manchen Nahrungsmitteln mit denen in Pollen ähneln. Diese Reaktion wird auch als Kreuzallergie bezeichnet. Wer gegen Birkenpollen allergisch reagiert, verträgt meist Soja, Nüsse, Stein- und Kernobst nicht. Bei einer Allergie gegen Gräserpollen können Kreuzallergien durch den Verzehr von Hülsenfrüchten und Getreideprodukten auftreten. Des Weiteren vertragen Allergiker gegen Kräuterpollen meist keine Kamille, Tomaten, Paprika, Sellerie, Karotten, Gurken, Knoblauch, Artischocken und einzelne Gewürze. Das ist natürlich nicht zwingend bei jedem Allergiker der Fall. Daher gilt hier einfach zunächst austesten, ob die Allergie durch den Verzehr dieser Lebensmittel verschlimmert wird.

Histaminarme Ernährungsweise bevorzugen
Durch die Allergie setzt der Körper Histamin frei, wodurch die Beschwerden auftreten. Das macht deutlich, wie effektiv eine histaminarme Ernährung sein kann. Zu den Nahrungsmitteln, die besonders viel Histamin frei setzen und somit die Allergie verschlimmern können, gehören unter anderem: geräuchertes Fleisch, Tomaten, Weizenprodukte, Schokolade, konservierte Meeresfrüchte, Essig, reifer Käse und Hülsenfrüchte. Diese Lebensmittel müssen aber nicht komplett gemieden werden, es reicht schon aus wenn sie nicht übermäßig konsumiert werden.

Lebensmittel die Heuschnupfen lindern können
Um Heuschnupfen einzudämmen, ist eine gesunde und ausgewogene Ernährungsweise sehr wichtig. Lebensmittel, die die Allergie lindern können, sind beispielsweise: Äpfel, Zwiebel, Sesam, Leinsamen, Sonnenblumenkerne, grünes Blattgemüse, Brokkoli, frisches Obst sowie Sanddorn-, Holunder und schwarze Johannisbeeren.

Schutzmaßnahmen im Haushalt
Allergiker-Staubsauger
Auch durch die regelmäßige und richtige Reinigung in den eigenen vier Wänden, kann eine Allergie deutlich eingedämmt werden. Besonders bewährt und von Allergikern gerne benutzt, sind Staubsauger mit speziellen Filtern. Diese Hepa-Filter sorgen dafür, dass beim Saugen nur noch sehr wenig Staub herumgewirbelt wird. Wem das nicht ausreicht, der kann auch auf spezielle Allergiker-Staubsauger zurückgreifen. Diese besitzen ein komplett versiegeltes Gehäuse, wodurch gar keine Abluft mehr austreten kann.

Luftreiniger
Sehr effektiv sind zudem Luftreiniger für Innenräume. Sie verringern die Pollen-Konzentration in der Luft. Wer sich für solch einen Reiniger interessiert, sollte Geräte bevorzugen, die TÜV-geprüft sind . Zudem sollten sich Interessierte einen genauen Überblick anhand von Testergebnissen anderer Kunden verschaffen. Leider eignen sich nämlich nicht alle Luftreiniger für Allergiker.

Haare waschen
Auf der Haut und in den Haaren sammeln sich während des Aufenthalts im Freien schnell Pollen an. Um die Allergie einzudämmen, sollten Allergiker vor dem zu Bett gehen duschen oder baden, um quasi pollenfrei ins Bett zu gehen.

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Coca-Cola will gesund werden

Coca-Cola arbeitet mit Fitness- und Ernährungsexperten zusammen, um das Image seiner süßen Limo etwas besser und insgesamt gesünder erscheinen zu lassen. Dazu ändert sich nicht etwa die Rezeptur, sondern offensichtlich soll die Schönheits-OP der Cola-Dose durch die Hintertür erfolgen. Der Grund für die Marketing-Aktion sollen die schwächelnden Verkaufszahlen des weltgrößten Getränkehersteller mit Hauptsitz im amerikanischen Atlanta sein.

Leichtes Snacken für zwischendurch

Bereits im Februar, in dem Amerika nicht nur den Valentinstag feiert, sondern in dem es in den Medien um alles zum Thema Herz geht, wurden bereits die ersten Werbekampagnen gesichtet, die immer mal wieder eine Cola-Dose hinzu empfehlen. So empfahlen gleich mehrere Blogger in ihren Beiträgen – auch in Zeitungen – eine Mini-Dose Coca Cola zum Snacken am Nachmittag; ganz normal, immer dabei und bedenkenlos erscheint die oft kritisierte koffeinhaltige braune Limonade.

Das machen doch alle

Ein Coca-Cola-Sprecher verglich diese Online-Beiträge mit den typischen „Product Placements“ in Fernsehshows, bei denen zum Beispiel das beworbene Produkt beim Frühstück der beliebten Fernsehfamilie unübersehbar auf dem Küchentisch platziert ist. Doch gleichzeitig räumte der Sprecher Ben Sheidler ein, dass die Firma mit einem „Netzwerk aus Ernährungsexperten“ zusammenarbeite, denn schließlich würde „jede große Marke mit Bloggern kooperieren oder verfüge über entsprechende bezahlte Kräfte“. Die Höhe des Budgets für die Verbesserungs-Aktion ließ er offen.

Helfen, die richtige Entscheidung zu treffen

Alleine ist Coca-Cola mit dieser Art des Marketings natürlich nicht – auch andere Unternehmen zitieren beispielsweise Ernährungsexperten auf ihren Produkten. Man wolle nur helfen, so bekannte Coca-Cola sich zur kritisierten Kampagne, damit Menschen die richtige Entscheidung für sich treffen könnten. Dabei, so das Statement, wolle Coca-Cola die neuesten Erkenntnisse aus Ernährung und Wissenschaft beisteuern.

Frühstückssnack in der Finanzbranche

Das wird auch Investorenlegende Warren Buffet freuen, dessen tägliche Kalorienaufnahme zu einem Viertel aus Coca-Cola besteht. Unterm Strich zählt er fünf Dosen täglich, die erste gibt es zum Frühstück. Allerdings dürften dem zuckerlastigen Drink aus den USA vermutlich noch härtere Zeiten bevor stehen, denn der Trend geht zur gesunden und bewussten Ernährung – mit möglichst wenig Zucker.

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„Pille danach“ bald rezeptfrei

Nach jahrelangen, oft heftigen Debatten ist es nun endlich so weit: In Deutschland ist in naher Zukunft die Pille danach rezeptfrei erhältlich. Nachdem jetzt die EU-Kommission die freie Abgabe für alle Mitgliederstaaten beschlossen hat, signalisierte auch der deutsche Gesundheitsminister Gröhe seine Zustimmung. Zwar sind noch einige bürokratische Hürden zu nehmen, doch voraussichtlich ab dem zweiten Quartal werden Notfallkontrazeptiva für jede Frau problemlos zu bekommen sein.

MedikamenteFrauen werden es leichter haben

Auch bisher konnten Frauen nach ungeschütztem Sex mit der Pille danach eine Schwangerschaft verhindern. Doch anders als in vielen anderen europäischen Ländern benötigten sie dafür ein Rezept. Diese Zeiten sind nun vorbei. Zwei Präparate dürfen demnächst von deutschen Apotheken frei verkauft werden. Das erleichtert die Situation ihrer Kundinnen erheblich. Da die Pille so schnell wie möglich und bis maximal 120 Stunden nach dem Sex eingenommen werden muss, war der Weg zum Rezept bisher häufig ein Wettlauf gegen die Zeit. Besonders schwierig war die Situation an Wochenenden sowie durchgängig in ländlichen Regionen.

Wie wirkt die Pille danach?

Hauptgrund für die emotionalen Diskussionen war der Streit zwischen Ethikern, Frauen und Naturwissenschaftlern über die Wirkungsweise des Mittels. Die Widerstände aus konservativen und kirchlichen Kreisen beruhten auf der Annahme, es handle sich dabei um eine frühe Abtreibung. Das ist nicht der Fall. Die beiden frei erhältlichen Mittel EllaOne und Pidana enthalten jeweils Inhaltsstoffe, die den Eisprung nur verzögern. Hat er bereits stattgefunden oder sich schon ein Ei eingenistet, sind sie wirkungslos.

Beratung durch Apotheker Pflicht

Etwa 400.000 mal im Jahr wurde bisher die Pille danach bei uns verschrieben. Das ist im internationalen Vergleich gering. Allein in Großbritannien liegen die Verkaufszahlen bei vier Millionen. Vermutlich wird der Absatz durch die freie Verfügbarkeit auch in der Bundesrepublik steigen. Die fachliche Beratung zu Anwendung und Wirkung obliegt zukünftig den Apothekern. Dazu gehört auch der Hinweis, dass das Medikament in einem Zyklus nur einmal anwendbar ist. Es ersetzt also in keinem Fall andere Verhütungsmittel.

Bild © djma – Fotolia.com

Multiresistente Keime: Putenfleisch häufig befallen

Eine aktuelle Studie des BUND (Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland) zeigt ein brisantes Ergebnis. Auf etwa 90% der untersuchten Proben von handelsüblichem Putenfleisch wurden multiresistente Keime nachgewiesen. Gekauft wurden sie bei den Discountern Aldi, Lidl, Netto, Real und Penny.

VirusWas verursacht die Keimbelastung?

Nicht länger als 18 Wochen Lebenszeit ist Puten in unserem Land vergönnt. In dieser Zeit stehen sie zu Tausenden eng beieinander in geschlossenen Ställen. Hitze und Stress sowie schlechte hygienische Bedingungen machen die Tiere krankheitsanfällig. Nur durch hohe Gaben an Antibiotika sind große Ausfälle vor dem Schlachttag zu vermeiden. In Deutschland werden jährlich 1.480 Tonnen Antibiotika in einem Wert von 800 Millionen Euro von Mastanlagen verbraucht. Nach Expertenmeinung ist dieser im internationalen Vergleich überproportionale Einsatz für die hohe Keimbelastung verantwortlich.

Worin liegt die Gefahr für den Verbraucher?

In zwölf verschiedenen Städten wurden insgesamt 57 Proben gezogen. Nur sieben von ihnen waren unbelastet. Bei den anderen wurden entweder MRSA-Keime nachgewiesen, die resistent gegen übliche Antibiotika sind oder ESBL-produzierende Keime, die die eigene Resistenz an andere Bakterien weitergeben können. Die Gefahr der Übertragung auf den Menschen ist hoch, wenn das rohe Fleisch nicht sachgemäß und unter Einhaltung von Vorsichtsmaßnahmen gelagert und zubereitet wird. Die Keime selbst sind nicht gefährlicher als andere auch. Sie verhindern jedoch eine erfolgreiche Behandlung bedrohlicherer Krankheiten wie Lungenentzündung oder Blutvergiftung durch ein übliches Antibiotikum.

Wie kann man sich schützen?

Putenfleisch muss gut gekühlt aufbewahrt und vor der Zubereitung mit kaltem Wasser abgespült werden. Zum Kleinschneiden empfiehlt sich ein Kunststoffbrett, dass im Anschluss bei mindestens 70 Grad in der Spülmaschine gereinigt wird. Die Keime befinden sich vorwiegend im Fleischsaft, sodass die Verpackung mit besonderer Vorsicht entsorgt werden muss. Niemand sollte Putenfleisch halbroh genießen, nur gut durchgegart ist es hundertprozentig keimfrei. Der Übertragungsweg ist immer gleich. Schon durch kleinste Hautverletzungen, auch im Mund- und Rachenbereich, dringen sie in den Organismus ein und werden zur Gefahr. Jährlich sterben in Deutschland etwa 15.000 Menschen an den Folgen einer Infektion mit multiresistenten Keimen.

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Mangelerscheinungen trotz abwechslungsreicher Kost

In der heutigen Zeit braucht niemand mehr in Deutschland, zu hungern. Trotz der breit gefächerten Auswahl an unterschiedlichsten Lebensmitteln steigt die Anzahl der Mangelerscheinungen an. Dabei muss man sich nicht nur ausschließlich von Fast Food ernähren, um in Gefahr zu geraten, Mangelerscheinungen zu bekommen.

NahrungsergänzungAufgrund der Veränderungen der Anbaumethoden in der Landwirtschaft wird immer mehr Wert auf das Aussehen der angebauten Feldfrüchte gelegt. Sie müssen groß und schön gewachsen sein. Um dies erreichen zu können, werden Dünger eingesetzt, die den Ernteerfolg gewährleisten sollen. In Wirklichkeit sehen die geernteten Früchte vielleicht appetitlicher aus als vor 50 Jahren, besitzen aber auch rund 50 Prozent weniger Inhaltsstoffe.

Zusätzlich zu den verminderten Inhaltsstoffen in den natürlichen Lebensmitteln kommt, dass die meisten Menschen kaum noch einen hohen Kalorienbedarf haben, weil sie sitzende Tätigkeiten ausführen. Sie halten sich an die Empfehlungen der Ernährungsberater und schränken die Größe der Mahlzeiten ein. Jeder kann sich selber ausrechnen, dass es zu Mangelerscheinungen kommen muss, wenn die Nahrungsmittel nur noch etwa 50 Prozent der Vitamine, Mineralien und Spurenelemente besitzen und davon auch noch bedeutend weniger konsumiert wird. Es arbeiten zwar in der heutigen Zeit weniger Menschen so hart körperlich, wie noch vor einigen Jahrzehnten, Stress gilt aber auch als Vitaminkiller.

Aufgrund der Mangelerscheinungen, die trotz prall gefüllter Teller stetig ansteigen, kann es zu einer Schwächung des Immunsystems kommen, aber auch zu Depressionen. Sobald der Organismus nicht mehr ausreichend mit allen nötigen Vitaminen, Mineralien und Spurenelementen versorgt wird, kann er auch die Bildung wichtiger Hormone und Botenstoffe nicht mehr ausreichend erfüllen. Es nützt dann auch nicht viel, wenn man sich mit augenscheinlich vitaminreichen Früchten aus fernen Landen einen Ausgleich schaffen möchte. Diese werden im Ursprungsland zumeist unreif geerntet, damit sie den langen Transport überstehen, und haben bei Weitem nicht den Vitamingehalt wie Früchte, die am Baum bis zum Verzehr reifen können.

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Diagnose und Behandlungsmethoden gegen Krebs

Noch immer befassen sich Forscher und Wissenschaftler angestrengt mit besseren Behandlungsmethoden gegen Krebs, sowie der rechtzeitigen Diagnose der Krankheit. So wird auch hier im Tierreich nach Möglichkeiten zur Früherkennung gesucht. Vor allem Insekten haben der Menschheit schon einiges an Neuentwicklungen gebracht.

DarmkrebsDie Physik zum Beispiel schaute sich erstaunliche Fähigkeiten bei ihnen ab und wandte diese bei Technologien an, die heute aus dem Alltag nicht mehr wegzudenken sind. Und so beschäftigt sich die medizinische Forschung ebenfalls zunehmend mit Tieren, die als Vorreiter für neue und bessere Methoden zur Behandlung von Krankheiten dienen sollen. Bei den ganz kleinen Insekten wurde dabei Erstaunliches herausgefunden.

Die Fruchtfliege erkennt Krebszellen

Bekannt ist sie dadurch, dass sie sich jedes Jahr überall dort blicken lässt, wo im Sommer Obst offen in Räumen steht. Auch süße Getränke werden ihr oft zum Verhängnis. Den Menschen ist sie daher meist einfach nur lästig. Doch dass die Fruchtfliege eine Fähigkeit besitzt, die irgendwann womöglich Menschen das Leben retten kann, ist kaum jemandem bewusst. Es ist aber eine Tatsache, die Fruchtfliege ist in der Lage, Krebszellen von gesunden Zellen zu unterscheiden. Sie verfügt über einen besonders feinen Geruchssinn mit dem sie sogar verschiedene Arten des Brustkrebses erkennt. Mit einem Experiment an der Universität in Konstanz konnte diese besondere Fähigkeit entdeckt und bewiesen werden.

Die Ursache für die Unterschiede im Geruch

Verändern sich gesunde Zellen zu Krebszellen, wird der Stoffwechsel ebenfalls verändert. Die somit entstehenden Stoffwechselprodukte weisen einen anderen Geruch auf als vorher und die Fruchtfliege nimmt diese Veränderung wahr. Ihre Riechantennen verfügen über 50 verschiedene Geruchsrezeptoren, welche verschiedene Düfte wahrnehmen und entsprechend darauf reagieren. Wird die Fruchtfliege mit bestimmten Düften konfrontiert, entsteht bei ihr ein Erregungsmuster, anhand dessen die Wissenschaftler bei ihrem Experiment feststellen konnten, dass alle Tiere gleich reagierten.

Vom Säugetier zum Insekt

Es hat in der Vergangenheit schon andere Experimente in diese Richtung gegeben. Eingesetzt wurden dafür Hunde, die dafür bekannt sind, über einen ausgeprägten Geruchssinn zu verfügen. Die Tiere waren nach einer entsprechenden Ausbildung dazu fähig, Atemproben von Menschen zu erkennen, die an krebs erkrankt waren. Die Fruchtfliege wurde aus einem bestimmten Grund als Grundlage für Experimente zur Erkennung von Krebszellen gewählt. Zum einen ist sie für diese Zwecke genetisch leicht veränderbar und zum anderen ist die Summe ihrer Geruchsrezeptoren besser zu überblicken, als es bei einem Säugetier der Fall ist.

Das Ziel der Forschung

Die Wissenschaftler wollen sich die gewonnenen Erkenntnisse an den Fruchtfliegen zunutze machen mit dem Ziel der Entwicklung eines künstlichen Sensors, der die Fähigkeit der Fruchtfliege nachahmen kann und diverse Düfte unterscheidet. Es gibt zwar schon technische Sensoren, die in der Industrie Verwendung finden, zum Beispiel, um die Konzentration von Gas zu messen, in der Medizin sind solche elektronischen Geräte jedoch noch nicht anwendbar. Es ginge darum, dass Menschen durch den Einsatz von derartigen Sensoren einen Nutzen haben. Derzeit ist es noch nicht möglich, Krebs auf diese Weise zu erkennen. Für die Zukunft wäre der Einsatz von solch hochsensiblen Geruchssensoren allerdings ein Meilenstein für Krebspatienten. Aufgrund der sehr frühen Entdeckung, zum Beispiel in der Atemluft, könnte auch eine Therapie viel früher erfolgen.

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Der Kampf gegen das Vergessen – mehr als ein Etappensieg?

Bei den Versuchsmäusen war der Wirkstoff ein voller Erfolg und die britischen Wissenschaftler der Studie träumen bereits von einer Heilung von Alzheimer – wenn auch erst in einigen Jahren. Zum ersten Mal konzentrierte sich ein Team aus Forschern auf von Alzheimer hervorgerufen Veränderungen im Gehirn. Bei den Amyloid-Ablagerungen im Gehirn handelt es sich um falsch gefaltete Proteine. Die Sensation jedoch ist – der Vorgang scheint „reversibel“ und lässt sich anscheinend rückgängig machen. Mit dem neuen Wirkstoff rückt erstmals eine Heilung der heimtückischen Alzheimer-Erkrankung in greifbare Nähe.

AltenheimGnadenlos und quer durch die Gesellschaft

Die Alzheimerkrankheit macht auch vor den prominenten und gut betuchten der Gesellschaft nicht halt. Die Hollywoodschönheit Rita Hayworth, der amerikanische Ex-Präsident Ronald Reagan, Charles Bronson oder die deutschen Herbert Wehner, Helmut Schön und Rudi Assauer machten als Alzheimer-Patienten Schlagzeilen. Der Verlauf der Krankheit ist so schleichend. Wissend, dass der unaufhaltsame Fortschritt der Krankheit nicht aufzuhalten ist, vergessen die Betroffenen nach und nach ihr Leben. In einer Gesellschaft, in der Alter und der Ruhestand mit Aktivität, Reisen oder gar Universitäts-Studien verbunden werden, wird eine Erkrankung wie Alzheimer zum Albtraum. Wenn auch überwiegend Menschen höheren Alters betroffen sind, so wird bereits bei 50-Jährigen die Diagnose Alzheimer gestellt. Bereits früh leiden die Betroffenen am Nachlassen der kognitiven Leistungsfähigkeit – ohne dabei jedoch an Alzheimer zu denken.

Zu den ersten Warnzeichen zählen verbale Wiederholungen des Betroffenen. Wird eine Frage immer wieder gestellt oder eine bestimmte Geschichte wiederholt erzählt, so kann dies auf den Fortschritt der Erkrankung hinweisen. Gegenstände nicht mehr wiederfinden oder eine gestellte Frage zu wiederholen, ist dagegen oft eine Sache der Angewohnheit, doch zusammen mit weiteren Faktoren kann dies ebenfalls ein Hinweis auf die Alzheimer-Erkrankung sein. Schließlich werden alltägliche Verrichtungen vergessen, ohne dass es dem Betroffenen auffällt. Das Äußere wird vernachlässigt oder die Funktion der Fernbedienung wird zum Rätsel.

Diagnose mit Erdnussbutter

Zurzeit besteht keine Chance auf Heilung und nicht einmal die Ursachen der Erkrankung sind vollständig geklärt. Selbstverständlich wurde auch bei Alzheimer das eine oder andere Gen identifiziert, doch sind genetische Veränderungen bestenfalls Risikofaktoren, nicht jedoch Auslöser der fortschreitenden Demenz. Eine besondere Fähigkeit der sich im Gehirn ablagernden Beta-Amyloid-Proteine zeigt dagegen in eine ganz andere Richtung. Diese Proteine verfügen über eine stark antimikrobielle Wirkung und könnten die Immunantwort auf eine noch unbekannte Infektion sein. Die Diagnose Alzheimer gestaltet sich ähnlich schwierig. Eine interessante Beobachtung machten Studenten des UF McKnight Brain Institute Center for Smell and Taste in den USA.

In den Anfangsphasen der Alzheimer Erkrankung verfügten die Patienten über einen besseren Geruchssinn im linken Nasenloch, während die rechte Öffnung kaum den Geruch der Erdnussbutter wahrnahm – ganz im Gegensatz zur nicht erkrankten Kontrollgruppe. Doch erst wenn ein deutlicher Fortschritt der Erkrankung festzustellen ist, wie etwa in den Stadien der Demenz und der leichten kognitiven Beeinträchtigung, lässt sich heute die Diagnose Alzheimer erwägen. Danach beträgt die Lebenserwartung der Erkrankten etwa sieben bis zehn Jahre.

Von Mäusen und Menschen

In der jüngsten Studie der Universität von Leicester analysierten die Wissenschaftler die von den fehlgefalteten Proteinen verursachten Schäden – im Gegensatz zu früheren Studien, die sich auf das Entfernen dieser Proteine konzentierten. Der neue Wirkstoff, als GSK2606414 bezeichnet, wird vom Pharmariesen GlaxoSmithKline entwickelt. Die behandelten Mäuse der Studie blieben vollständig ohne Symptome, während ihre nicht behandelten Kollegen Alzheimer entwickelten. Das Enzym PERK spielt im Krankheitsverlauf eine entscheidende Rolle, denn es steuert die Antwort der Gehirn-Neuronen auf die fehlgefalteten Proteine. Mit der alles wiedergutmachenden Pille ist jedoch frühestens im nächsten Jahrzehnt zu rechnen – denn so hilfreich der Wirkstoff sich zeigte, die Nebenwirkungen waren schwerwiegend.

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Von der Erkältung zur versteckten Grippe

Wenn der Hals kratzt, die Nase läuft und der Husten unerträglich ist, hat die Erkältungszeit begonnen. Durchschnittlich erkältet sich ein erwachsener Mensch bis zu vier mal im Jahr. Wird der virale Infekt rechtzeitig erkannt und entsprechend behandelt, klingt die Krankheit nach einer Woche allmählich wieder ab. Tritt aber keine Besserung ein, so handelt es sich meist um eine sogenannte „verschleppte Grippe“, die verheerende gesundheitliche Folgen für die Gesundheit haben kann.

GrippeEine Erkältung ist keine Grippe

Eine Erkältung ist nicht gleichbedeutend mit einer Grippe. In beiden Fällen handelt es sich um sogenannte virale Infekte, die zwar eine ähnliche Symptomatik aufweisen, jedoch auf verschiedenen Virentypen basieren. Dem Erkrankten fällt es in der Regel schwer eine verlässliche Unterscheidung zu treffen. Die meisten Betroffenen gehen von einer normalen Erkältung aus.

Es spricht für einen grippalen Infekt, wenn die Erkrankung akut eintritt, während sich die Erkältung erst langsam entwickelt. Typische Kennzeichen einer Grippe sind hohes Fiber, Gelenk-und Muskelschmerzen, Schläfrigkeit und trockener Husten. Sollte sich der Krankheitszustand innerhalb einer Woche nicht bessern, so könnte es sich um eine sogenannte “ versteckte Grippe“ handeln, die eine erhebliche Gefährdung Gesundheit darstellt.

Die Gefahren einer Verschleppten Grippe

Bei einer versteckten Grippe wird der Husten schwächer, verschwindet aber nie ganz. Ständig läuft die Nase oder ist hartnäckig verstopft. Zudem ist der Erkrankte stets müde, abgespannt und schwach. Teilweise kommt es auch zu leichten bis starken Fieberanfällen. Viele ignorieren diese Anzeichen einer verschleppten Grippe und gehen ihrer Arbeit nach oder versuchen sogar Sport zu treiben. Ein Fehlverhalten was zu erheblichen Gesundheitsschäden führen kann. Durch die Grippe ist das Immunsystem stark geschwächt und Bakterien können den Organismus angreifen. Dabei befallen die Viren nicht nur die Schleimhäute von Hals, Nase und Rachen, sondern breiten sich im gesamten Körper aus. Besonders gefährlich wird es, wenn die Viren das Herz erreichen und dort eine Herzmuskelentzündung ( medizinisch: Myokarditis) verursachen.

In den meisten Fällen verschwinden die Viren wieder und die Myokarditis verheilt ohne das der Erkrankte etwas davon bemerkt hat. In Ausnahmefällen kann es aber auch zu einer Festsetzung der Viren im Herzkörper kommen, wo sie sich vermehren und den Herzmuskel nachhaltig schädigen. Teilweise greifen die Erreger auch die Atmungsorgane an, was eine Lungenentzündung oder einer Erkrankung der Bronchien zur Folge hat. Einige der Betroffenen merken nichts davon, während andere über Luftnot, Fieber und Herzrhythmusstörungen klagen.

Der Körper braucht vor allem Ruhe

Diese Warnhinweise sollten dann nicht ignoriert oder als Nachwirkung der Influenza gewertet werden.
Nur der Arzt kann durch ein EKG das Vorliegen einer Myokarditis diagnostizieren und effiziente Maßnahmen einleiten. Zudem sollte dem Körper während der Erkrankung und vor allem auch danach genügend Schlaf und Ruhe gegönnt werden.

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Wachstumshormon: Gesundheit fördern

Ein langes, gesundes Leben wünschen sich die meisten für sich und die eigene Familie, doch nur die wenigsten tun etwas für diesen Wunsch. Denn die eigene Gesundheit kann man zum Großteil selbst beeinflussen und fördern. Ungesunde, industrielle Fette, Fast Food oder zerkochtes, behandeltes Gemüse – all dies sollte gemieden werden, um vital zu bleiben. Stattdessen sollte man Wert darauf legen, dass der Körper sich nachts regenerieren kann.

gesund ErnährenRegenerieren: Selbstheilung durch Wachstumshormone

Mit der Nahrungsaufnahme soll nicht nur das Hungergefühl besänftigt werden, man möchte den Körper ebenso mit Energie versorgen. Dies geschieht durch Proteine, Vitamine, Mineralstoffe oder Enzyme. Diese Nährstoffe und Bausteine benötigt der Körper, um beispielsweise das Immunsystem aufrechtzuerhalten und um sich vor Krankheiten und Co. schützen zu können. Ebenso werden Proteine dafür genutzt, um in der Nacht Wachstumshormone produzieren zu können. Diese benötigt der Körper, um sich zu erholen. Zellen werden regeneriert und neu aufgebaut, sodass Schädigungen der Haut repariert werden können. Außerdem werden nachts Fett abgebaut und Muskeln aufgebaut, weswegen eine gesunde Ernährung und ein erholsamer Schlaf unheimlich ergiebig sein können.

Rohkost: Gesund und vital

Doch was ist denn nun eigentlich eine gesunde Ernährung? Besonders nahrhaft ist Rohkost. Dies klingt zunächst abschreckend, wer sich jedoch mit Rohkost beschäftigt, merkt, wie vielseitig diese Lebensweise sein kann. Als Rohkost bezeichnet man Lebensmittel, die nicht mit Hitze behandelt wurden und ganz natürlich auf dem Teller landen. Denn durch die Hitze werden wichtige Enzyme und Proteine zerkocht und gehen verloren. Töpfe und Pfannen werden also nicht zum Einsatz gebracht. Dennoch finden sich einige Geräte, mit denen man Gerichte zubereiten kann. Unter folgendem Link http://www.perfektegesundheit.de/shop/default.php finden sich einige Beispiele, wie ein schonender Mixer oder ein Dörrgerät. Schließlich können die Lebensmittel bis zu 42° Grad erwärmt werden, dürfen diese Grenze allerdings nicht überschreiten.

Fördern der Hormonproduktion

Um die Ausschüttung des Wachstumshormons in der Nacht möglichst zu maximieren, sollte man zusätzlich einige Dinge beachten. Insulin ist zum Beispiel der Gegenspieler vom regenerierenden Hormon. Kohlenhydrate produzieren Insulin, weswegen man vor dem Schlafengehen hierauf verzichten sollte. Als Kohlenhydratquelle kann man Lebensmittel mit niedrigem glykämischen Index nutzen. Dazu zählen Haferflocken oder hart gekochte Nudeln. Weiterhin ist es natürlich von hoher Priorität, die Tiefschlafphase zu erreichen. Nur in dieser Phase fängt der Körper an, das begehrte Hormon zu produzieren. Sieben bis acht Stunden Schlaf sollte man sich also in der Nacht gönnen.

Bild © James Woodson/Photodisc/Thinkstock