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Sie sind hier: Start » Lifestyle » Der 266. Papst heißt Franziskus I.

Ein neuer Papst ist gewählt. Nach gut 36 Stunden in strikter Isolation entschieden sich zwei Drittel der in der Sixtinischen Kapelle versammelten Kardinäle für Jorge Mario Bergoglio. Der 76-jährige Argentinier ist damit der 266. Papst der Kirchengeschichte. Nach dem überraschenden Rücktritt von Benedikt XVI haben die 1,2 Milliarden Katholiken der Welt wieder ein Oberhaupt.

Der 266. Papst heißt Franziskus I.Die katholische Kirche hat den Schock über den unerwarteten Rückzug des alten Papstes problemlos bewältigt. Dieser hatte Mitte Februar seinen Rücktritt zum Ende desselben Monats angekündigt. Benedikt ist der erste Papst der Neuzeit, der auf sein Amt verzichtete. Gesundheitliche Gründe hatten ihn zu diesem Schritt bewogen. Seine letzten Jahren will er zurückgezogen in einem Haus in den Vatikanischen Gärten verbringen.

Die Entscheidung fiel im fünften Wahlgang

115 Kardinäle gehören zum Konklave, das sich nur zur Wahl des Papstes in der Sixtinischen Kapelle versammelt. 77 von ihnen müssen für einen aus ihrer Mitte stimmen, dann ist ihre Aufgabe getan. Das nun beendete Konklave gehört zu den kürzesten der Geschichte. Schon nach dem fünften Wahlgang stieg der weiße Rauch aus dem Schornstein, das berühmte Zeichen dafür, dass ein neues Kirchenoberhaupt gefunden wurde. Mit den traditionellen Worten “Habemus Papam” – wir haben einen Papst – wurde Franziskus I. kurze Zeit später der wartenden Menge vorgestellt.

Was wird von Franziskus I. zu erwarten sein?

Bergoglio ist der erste Lateinamerikaner an der Spitze der Katholiken und der erste außereuropäische Papst der Geschichte. Seine Wahl berücksichtigt die Veränderungen in der Kirche, die inzwischen wesentlich mehr Gläubige in Asien und Südamerika als in Europa hat. Wie Benedikt XVI. wurde jetzt auch Franziskus I. im hohen Alter zum Papst gewählt. Das deutet auf eine Übergangslösung hin, die keine perspektivische Neuausrichtung der Kirche verspricht. Zudem ist die lateinamerikanische Kirche stark konservativ orientiert. Ein Papst mit diesem Hintergrund wird wichtige Fragen zur Sexualmoral und der Rolle der Frau in der Kirche kaum progressiv beantworten.

Bild © Fel1ks – Fotolia.com



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