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Alles begann ganz basisdemokratisch. Das Spitzen-Duo der Grünen für die Bundestagswahl 2013 wurde zum ersten Mal in der Parteigeschichte von allen Mitgliedern gewählt. Die von der Parteivorsitzenden Roth massiv geforderte Urwahl wurde zu ihrem persönlichen Fiasko. Statt des erhofften Sieges blieb ihr nur der 4. Platz. Nach zwei Tagen Bedenkzeit erklärte sie nun vor der versammelten Presse: Sie bleibt und kandidiert erneut für die Position der Parteivorsitzenden.



Grünen-Chefin Roth kämpft um ihre MachtDie Basis entscheidet sich gegen Roth

Am Samstag verkündete die Geschäftsführerin der Grünen das Ergebnis der Urwahl und erstaunte damit die gesamte Republik. Statt der grünen Parteivorsitzenden Claudia Roth wird die Thüringerin Katrin Göring-Eckardt neben Jürgen Trittin als Spitzenkandidatin nominiert. Mit etwa 47 Prozent war ihr Sieg nicht nur überraschend, sondern auch deutlich. Nur etwas mehr als ein Viertel der Mitglieder entschied sich für die Parteivorsitzende Roth. Dieses Ergebnis wird vielfach als Neuausrichtung der grünen Partei interpretiert. Roth symbolisiert mehr als jeder andere Spitzenvertreter die linke Multikulti-Politik der Grünen. Göring-Eckardt ist dagegen eine Repräsentantin der etablierten, kirchlich orientierten Kräfte. Mit ihrer Wahl ist die bisher vehement abgelehnte Koalition mit der CDU nach der Bundestagswahl 2013 eine realistische Option.

Göring-Eckardt macht Koalition mit CDU möglich

Am Wochenende ist grüner Bundesparteitag in Hannover, gewählt wird auch ein neues Präsidium. Roths Entschluss dort wieder für den Vorsitz zu kandidieren, ist mutig. Nach dem Ergebnis der Urwahl ist die Stimmung in der Partei kaum noch einzuschätzen. Zwar versicherte ihr die grüne Führungsmannschaft in den vergangenen Tagen unersetzlich im bevorstehenden Wahlkampf zu sein, doch Roth ist angeschlagen. Sie ist eine polarisierende Politikerin, die die Partei bei der Bundestagswahl um entscheidende Punkte bringen könnte. Mit der EKD-Vorsitzenden und Bundestagsvizepräsidentin Göring-Eckardt sind die Grünen auch für wechselbereite CDU-Sympathisanten zu einer wählbaren Partei geworden. Das beweist auch die nervöse Reaktion des SPD-Chefs Gabriel. Er fordert bereits von den Grünen eine Bestätigung ihrer Koalitionszusage an seine Partei.

Bild © dominik diesing – Fotolia.com

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