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Kaum ein Tag vergeht, an dem sich nicht irgendein überarbeiteter Designer mit seiner Bildretusche in die Nesseln setzt. Gerade vor einigen Tagen veröffentlichte zum Beispiel ein bekanntes Jeans-Label Bilder eines Models, dessen rechter Oberschenkel so dünn wie ihr Ärmchen scheint. Ein peinlicher Fauxpas – aber keine Seltenheit! Überhaupt scheint ja heutzutage jedes Kind mit Bildbearbeitungsanwendungen zu arbeiten und das Internet wird überschwemmt von vergleichsweise schlechten Montagen, Collagen und „Kunstwerken“. Hier ein paar wichtige Tipps zum Thema Bildbearbeitung:

Bildbearbeitung: Profis geben SchützenhilfeTipps zur Bildbearbeitung

Ein professionelles Bildbearbeitungsprogramm ist heute nicht mehr besonders teuer und Testversionen, die beispielsweise nur einen Monat gültig bleiben, kosten sogar überhaupt nichts. Das heißt allerdings noch lange nicht, dass jeder mit diesen Anwendungen auch positive Ergebnisse erzielen kann! Zunächst wollen wir den Fotografen ein paar nützliche und vor allen Dingen simple Tipps geben: Der Weißabgleich einer durchschnittlichen digitalen Spiegelreflexkamera ist manchmal nicht wirklich erschöpflich. Da kann man natürlich digital nachhelfen! Die meisten Bildbearbeitungsprogramme verfügen über eine Tonwertkorrektur als Funktion und/oder Einstellungsebene. Mit einer Pipette kann man dann meist den hellsten Fleck des Bildes auswählen und den Weißabgleich somit nachträglich noch einmal durchführen. Übrigens sollte die Tonwertkorrektur nur die erste Instanz bei der Verbesserung der Kontrastwerte sein. Mit den Gradationskurven ist es möglich, eine noch diffizilere Steuerung der Höhen, Tiefen und Mitteltöne (beispielsweise durch eine sogenannte „S-Kurve“) zu erwirken. Plug-ins, mit denen man automatisch mehr Sonnenlicht oder eine automatisierte Verbesserung der Kontrastwerte, Luminanz und/oder Sättigung erzielen kann, sind im professionellen Bereich eigentlich nicht empfehlenswert und können übrigens sehr leicht selbst generiert werden. Eine Einzeleinstellung ist sicherlich umständlicher, gewährt dem professionellen Anwender aber generell mehr Kontrolle über die Verbesserungen am Bild.

So geht es nicht

Im Jahre 2012 ist es nicht mehr zeitgemäß, mit dem Stempelwerkzeug, dem Verflüssigen-Tool und dem Zauberstab so lange auf einem Gesicht herumzuklicken, bis das Konterfei der jeweiligen Person so artifiziell wie das einer Comicfigur wirkt. Die Standardfilter der bekanntesten Bildbearbeitungsprogramme sollten ebenfalls nicht ohne zusätzlichen Arbeitsaufwand verwendet werden. Im Übrigen sind die Bildbearbeitungsprogramme ja auch nur die Werkzeuge und keine Gestaltungswunderwaffen. Wenn der Anwender keine Ahnung von Design hat und kein Gefühl für Kompositionen, realistisch wirkende Bilder oder den Augen gefällige Farbkontraste, wird das Ergebnis vermutlich auch nicht besonders gut ausfallen. Aus diesem Grund fallen auch so viele Menschen auf die Nase, die meinen, sie könnten sich mit mittelmäßigen Bildbearbeitungskenntnissen ein zweites Standbein aufbauen. Die Wahrheit ist: Nicht jeder ist zum Designer berufen, und wenn das positive Feedback ausbleibt, sollte man sich einfach etwas anderes suchen.

Bild © violetkaipa – Fotolia.com





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