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Berliner Immobilien sind so begehrt wie nie. Das jedenfalls geht aus dem vorläufigen Gutachten des Gutachterausschusses für Grundstückswerte in Berlin hervor, der im März die neuesten Zahlen für das abgelaufene Jahr 2010 präsentierte. Nach wie vor ist und bleibt die Hauptstadt ein Mekka für Eigentumssuchende.



Berliner Immobilien sind gefragtWachstum in allen Bereichen

Berliner Immobilienmakler können nicht klagen. Auch im Jahr 2011 verzeichnete der Immobilienmarkt der Hauptstadt einen deutlichen Zuwachs. Laut GAA Online, dem Internetauftritt des Berliner Gutachterausschusses, ist der Geldumsatz für alle drei Teilbereiche – unbebaute Grundstücke, bebaute Grundstücke sowie Wohnungs- und Teileigentum – auf etwa 11 Milliarden Euro angewachsen. Dies entspricht einer Wachstumsrate gegenüber 2010 von 27 Prozent. Berlin bleibt in puncto Eigentum demnach immer noch Boomtown Nummer eins in Deutschland. Aktuelle Berliner Immobilienangebote bestätigen diesen Trend. Auch die Anzahl abgeschlossener Kaufverträge erhöhte sich laut Angaben von Ziegert-Immobilien gegenüber dem Vorjahr auf 30000, was einem Plus von 16 Prozent entspricht.

Wohnungseigentum ist am begehrtesten

Zugpferd dieser Entwicklung in Hinblick auf die Anzahl war im Jahr 2011 wieder die Sparte Wohnungs- und Teileigentum. Mit mehr als 22000 getätigten Käufen und 3,1 Milliarden Euro des ermittelten Umsatzes wies dieses Segment laut Gutachterausschuss die größten Werte auf. Besonders begehrt waren vor allem wieder Eigentumswohnungen. 17.597 Einheiten wurden 2011 an neue Eigentümer gebracht, gegenüber dem Vorjahr stellt dies eine Steigerung von 5 Prozent dar. Abermals bestätigt sich auch im Jahr 2011 ein Trend: Die Innenstadtlagen sind am begehrtesten.

Der durchschnittliche Kaufpreis für eine Wohnung betrug, auf die gesamte Fläche Berlins bezogen, im Jahr 2011 etwa 140.000 Euro. Deutlich über dem Durchschnitt liegende Preise ermittelte der Gutachterausschuss für begehrte Lagen in den Stadtteilen Mitte, Tiergarten, Schmargendorf, Grunewald und Wilmersdorf. Hier betrug der Preis zwischen 5.000 bis 10.000 Euro pro Quadratmeter. Die höchsten Preise wurden für den Ortsteil Mitte und für die Lage am Potsdamer Platz ermittelt. Hier mussten Käufer bis zu 13.500 Euro pro Quadratmeter zahlen.

Altbauten am beliebtesten

Immer noch sind vor allem Altbauten, die vor 1919 errichtet wurden, die beliebtesten Eigentumsadressen. 36 Prozent aller verkauften Objekte dieser Kategorie wurden mit durchschnittlich 1810 Euro pro Quadratmeter verkauft. Die günstigste Preisklasse mit 1255 Euro pro Quadratmeter wurde für Wohnungen aus den Baujahren 1949 bis 1969 ermittelt. Einen Rückgang verzeichnete der GAA allerdings beim Verkauf von Wohnungen aus den Jahren zwischen 1919 und 1948. Der Verkauf von Neubauten, die ab dem Jahr 2008 errichtet wurden, blieb dagegen konstant. Grund dafür ist die immer noch niedrige Neubauquote der Hauptstadt. Gleichzeitig zahlte man für diese Kategorie auch den höchsten Preis: durchschnittlich 3200 Euro pro Quadratmeter.

Bild © spreephoto – Fotolia.com



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