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Einen Magneten für Prominenz und Publikum stellt jedes Jahr die Berlinale, das kinoorientierte Festival der deutschen Hauptstadt dar. Berlin ist schon deshalb prädestiniert als Austragungsort, weil die Stadt auch das Jahr hindurch über eine facettenreiche Kinolandschaft verfügt und jedes Genre in der Regel sein spezielles Publikum findet.



Kinoparkett schnuppern bei der Berlinale 2012Daher werden während des cinematischen Kulturereignisses, das sich als eines der wichtigsten der globalen Filmindustrie sieht, rund 300.000 Eintrittskarten an den Zuschauer gebracht, die sich gemeinsam mit den internationalen Fachbesuchern und Filmjournalisten auf dem Festspielparkett tummeln.

Dass dabei das „Sehen und gesehen werden“ der A- und B-Prominenz ebenso wichtig ist, wie die auf dem Programm befindlichen Filme, wundert nicht. Hier werden Kontakte geknüpft, Geschäfte gemacht und Verträge angebahnt, während man bestrebt ist, von den 400 ausgestrahlten Filmen so viele wie möglich anzusehen, die oft als Premierenvorführung gezeigt werden.

Die Vorführkinos widmen sich den verschiedensten Bereichen. So zeigt man im „Wettbewerb“ internationale Kinobeiträge, Arthouse und Independentstreifen im „Panorama“ und Filme für die New Generation im gleichnamigen „Generation“. Als Talentschmiede für Cineasten aus deutschen Landen gilt hingegen das “Avantgarde”, während man den experimentellen Film im „Forum“ findet.

Was darüber hinaus im Film noch möglich und bemerkenswert ist, finden Zuschauer in den „Berlinale Shorts“. In jedem Jahr wird aber auch ein großer Filmkünstler in einer Hommage für sein Lebenswerk ausgezeichnet. Dieser Preis steht unter der Schirmherrschaft der Deutschen Kinemathek. Alles in allem ist so ein Streifzug durch sämtliche Filmgenre möglich.

Doch auch für die Branche des Kinofilms lohnt es sich auf der Berlinale vertreten zu sein. Im Jahr 2012 treffen sich rund 400 Firmen aus diesem Bereich auf dem European Film Market (EFM) um sich dort um etwa 7000 Fachbesucher zu bemühen, die aus 90 verschiedenen Ländern anreisen werden. Förderung für Filmtalente können von dem Berlinale Talent Campus profitieren und vor Ort Bekanntschaft schließen mit erfahrenen Filmemacher. Auch mit der Budgetsuche für kommende Projekte ist man bei der Berlinale auf dem richtigen Pflaster, denn das Festival lebt von der Koexistenz zwischen Markt und Zelebration.

Einzelne Programmpunkte wie zum Beispiel das Drama einer alleinstehenden jungen Frau mit drei kleinen Kindern, die nach einer Kur ihr Lebensgefüge auseinanderbrechen sieht, zeigt der deutsche Film unter dem Titel „Abgebrannt“. Das französische Werk „A moi seule“ ist ebenfalls geprägt von persönlicher Dramatik einer jungen Frau. Jahrelang lebt sie eingesperrt mit ihrem Peiniger zusammen, über den sie im Laufe der Zeit aber selbst Macht gewinnt. Hier liegt der Fokus auf der Unmöglichkeit, das eigene Leben zur Normalität zurückzuführen.

Doch auch alte Streifen wie „Der blaue Engel“ oder „Fangschuss“ von Regisseur Schlöndorff bringen Filmgrößen wie Marlene Dietrich auf die Leinwand zurück, die auch in der Retrospektive nichts von ihrem Glanz verloren haben.
Schon jetzt, wenige Tage nach seinem Tod, gilt auch Vadim Glowna, einem bekannten zeitgenössischen Schauspieler die Filmvorführung von „Desperado City“ als spezielle Ehrung.

Auch die 62. Auflage des internationalen Filmfestivals in Berlin vom 09.-19.02.2012 verspricht spannend zu werden. Ticketpreise beginnend bei 3,- Euro und von höchstenfalls 12,- Euro laden jedenfalls zu einem Besuch ein. Der Vorverkauf beginnt an verschiedenen Punkten der Hauptstadt am Montag, den 06. Februar 2012.

Bild © rrrob – Fotolia.com

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