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Spekulation auf eine Griechenland-Pleite durch Hedge-FondsImmer mehr wird davon ausgegangen, dass es zu einer Pleite von Griechenland kommt. Derzeit beginnen Versicherungen und Banken damit, dass sie mehr und mehr eine Abschreibung ihrer Griechenland-Investitionen vornehmen. Dagegen nehmen Hedgefonds eine verstärkte Investition in griechischen Staatsanleihen und Ausfallversicherungen. Wenn es zu einer Pleite des Landes käme, würden die Hedgefonds einen guten Verdienst durch diese Investitionen erreichen.

Derzeit wird jedoch davon ausgegangen, dass eine Rettung von Griechenland nur möglich ist, wenn private Gläubiger auf teilweise auf ihre Ansprüche verzichten würden. Bisher ist von einem konstruktiven Verlauf der Krisengespräche die Rede, die derzeit mit den Investoren geführt werden. Dazu zählen Versicherungen und Banken. Eine Bereitschaft der privaten Gläubiger ist nicht in allen Fällen gegeben und zu erwarten. Dabei ist es laut Insidern wahrscheinlich, dass über 50 Prozent der Gläubiger sich an einem Schuldenschnitt für Griechenland beteiligen könnten. Allerdings könnte man in diesem Fall auch schon zufrieden sein.

Dagegen wird dies in EU-Kreisen nicht so pessimistisch gesehen. Geschätzt wird dort, dass fast alle Gläubiger mitziehen werden. Dadurch kam es jetzt auch zu der Aussage, dass das Erreichen des Abkommens in greifbare Nähe gerückt sei. Für das zweite Hilfspaket für Griechenland sind damit alle Voraussetzungen erfüllt. Auch wenn es noch keine abschließende Vereinbarung gibt, so sieht auch der griechische Vize-Finanzminister Fortschritte in den Gesprächen.

Ausstehend sind bei den Anleihen 200 Milliarden Euro. Auf 50 Prozent dieser Summe, also 100 Milliarden Euro, sollen Gläubiger verzichten. Sind nicht alle Gläubiger dazu bereit, kann die anvisierte Summe nicht erreicht werden. Wie es in diesem Fall dann weitergehen wird, steht bisher noch nicht fest. Möglich sind beispielsweise höhere Hilfszahlungen aus dem internationalen Währungsfonds. Was genau bei diesen Gesprächen herauskommt, wird wahrscheinlich zum nächsten Euro-Gipfel am 30. Januar als Vereinbarung den Regierungs- und Staatschefs vorliegen.

Bild © moonrun – Fotolia.com



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