Sintflutartige Regenfälle haben auf der Blumeninsel Madeira Flüsse und Bäche in reißende Ströme verwandelt. Die Umweltkatastrophe die sich am Samstag Vormittag ereignete machte viele Straßen unpassierbar, flutete Tiefgaragen und verwüstete weite Teile der Atlantikinsel. Es wurden mehr als 120 Menschen verletzt und bisher wird die Zahl der Todesopfer auf 42 geschätzt. Es werden aber noch weitere Todesopfer vermutet, da am Samstag viele Menschen auf den Straßen unterwegs waren.
Umweltschützer sehen die Gründe dafür in einer falschen Städtebauplanung. Die Urlaubsinsel sei durch Schlampereien beim Bau und durch immer mehr Gebäude im Tourismusbereich förmlich “zugepflastert” worden. Verantwortlich für die Katastrophe sei die Bebauung in Risiko- und Ufergebieten, sowie Bauschutt und illegale Müllentsorgung in Flüssen.
Links zum Thema:
Madeira nach dem Unwetter: Trauer auf der Blumeninsel (www.sueddeutsche.de)
Portugal: Weitere Tote auf Madeira befürchtet (www.focus.de)
Vorwürfe von Umweltschützern: Trauer und Wut auf Madeira (www.faz.net)
